Projekte im Gesundheitswesen scheitern oft nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Zu wenig Beteiligung, zu viel Papier, zu wenig Klarheit über Ziele. Meine Erfahrung: Wer ein Projekt gut beginnt, muss es auch gut abschließen können – mit messbaren Ergebnissen statt vager Zufriedenheit.
Die Salubris-Methode von Prof. Bernhard Badura (Universität Bielefeld) untersucht das Sozialkapital einer Organisation: Vertrauen, gemeinsame Werte, Qualität der Führung. Die Idee: Wo Sozialkapital hoch ist, sind Mitarbeitende gesünder und produktiver. Dieser Ansatz hat meine Sicht auf BGM nachhaltig geprägt.
Der Bielefelder Ansatz zum BGM betont die Entwicklung betrieblicher Strukturen und Prozesse, die eine kontinuierliche Beobachtung und gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, Organisation, Führung, Verhalten und Befinden ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei die sogenannten weichen Faktoren – Führung, Unternehmenskultur, Betriebsklima – die in vielen Unternehmen ungenutzte Entwicklungsressourcen sind.
Das Sozialkapital einer Organisation umfasst:
Wo dieses Sozialkapital hoch ist, erleben Mitarbeitende ihre Arbeit als sinnvoll, berechenbar und beeinflussbar – mit messbaren Folgen für Gesundheit, Identifikation und Leistungsbereitschaft. Wo es gering ist, helfen auch keine Yogakurse mehr.